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Aiden Kuchiki

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BeitragThema: Storymode   Mo Feb 01, 2016 10:17 am

1. Kapitel

Ich konnte nicht ablassen von ihrem betörendem Duft. Ganz fest drückte ich Claras zierlichen Körper an mich und steckte meine Nase zwischen ihre silbernen Haare, um tief einzuatmen. Ich wusste, dass sie wach war. Ihr Atem war noch nicht ruhig genug, als dass Clara schon im Land der Träume sein könnte. Ich kannte sie so genau. Jede einzelne Bewegung die sie tat. Wenn sie nervös war oder etwas verheimlichte. Doch in dieser Nacht war etwas anders. Ich lauschte jede Nacht ihrem Atem und erfreute mich daran, in ihrer Nähe sein zu dürfen. Niemals lag sie so lange wach. Es war schon nach Mitternacht. Man konnte das Zirpen von Grillen draußen vor dem offenen Fenster hören. Die heiße Nachtluft ließ keine frische Brise zu. Der Mond stand hell und rund am Wolkenlosen Abendhimmel.
Ich spürte, wie Clara sich leicht bewegte, aber eine Bewegung, die viel zu viel aussagte. Es war dieses kleine Rucken mit der Schulter, das mir sagen sollte, ich müsse von ihr ablassen. Was hatte das zu bedeuten. Ich ging nicht darauf ein. Zu lange schon verbrachten sie ihre Nächte gemeinsam, als das etwas anders sein könnte. Ich kam auch einfach nicht darauf, was sie dazu veranlassen konnte mich abzuweisen. Doch da kam es schon wieder. Nun vordernder. Sie war mehrer Zentimeter von mir weg gerollt und ich ließ sie aus meinem starken Griff fliehen. Ich drehte mich auf den Rücken und verschrenkte die Arme hinter meinem Kopf. Noch nie wurde ich so abgewiesen. Mein Blick wanderte aus dem fenster vor mir und direkt auf die runde leuchtende Scheibe, die ein starkes Licht auf uns fallen ließ.
Es machte ein leichtes windiges Geräusch, als ich mich erhob und für das menschliche Sauge nicht ersichtlich, aus dem Fenster stieg und hinab auf die weite Wiese sprang. Es waren drei Stockwerke, die ich mühelos hinab fiel und mein Aufprall mit der Erde war leicht und elegant, wie bei einer Katze. Als ich um das Haus herum ging schweiften meine Gedanken zu Clara. Etwas stimmte nicht mit ihr. Seit acht Monaten war ich nun schon bei ihr und wir waren sehr glücklich miteinander. Die meiste Zeit verbrachten wir damit uns zu unterhalten. Wir gingen spazieren und tanzten miteinander. Clara war einfach wundervoll guttuend. Meine Vergangenheit hätte mich nie erträumen lassen, dass ich so jemandes für mich finden würde.
Es war im November 2014. Ich war allein unterwegs. In der Nacht auf der Suche nach Beute. Bevorzugt weibliche Geschöpfe. Unschuldig und einsam. Die Straßen von Hamburg waren ruhig. Um diese Uhrzeit waren nur noch ein paar Clubs und Bars offen und dort würde ich nichts finden, dass meinem Geschmack entsprach. Die Zeiten hatten sich geändert. Vor sechshundert Jahren waren die Menschen noch keusch und zumindest diskret. Jungfrauen traf man überall und viele von ihnen sehnten sich nach einem Abenteuer. Ich glaubte schon, ich müsste hungrig schlafen gehen, doch kurz vor Sonnenaufgang fand ich sie. Die perfekte Beute. Hoochgeschlossener Mantel, ein Fellüberzogener Winterhut. Ein Gesicht so Engelsgleich. Sie verströmte etwas anderes, als die ganzen Nutten und schien auch nicht von einer Party zu kommen. Sie war auf dem Weg nach Hause, wahrscheinlich kommt sie von der Arbeit. Ohne dass sie mich sehen kam, riss ich sie von den Füßen. Kein Schrei entrann ihren Lippen. Die Luft blieb der Frau weg, als sie von mir weg getragen wurde. So schnell, dass sie innerhalb einer Sekunde allein mit mir in einer etwas schäbigen Gasse stand. Hilflos ausgeliefert an die Wand gedrückt. Dazu bestimmt meine Mahlzeit zu werden. Doch etwas hinderte mich. Ihre Augen. Es lag keine Angst in ihnen. Ein wenig in die Knie gegangen, die Hände zusammengefalten vor der Brust, als würde sie ein Gebet sprechen. Sie rührte sich nicht. Zitterte nicht und schrie nicht. In ihren Augen lag nichts anderes als Mitleid. Das war meine erste Begegnung mit meiner wunderschönen Clara.
Meine Gedanken kommen zurück in die gegenwart, angezogen von einer unnatürlichen Energie. Ich schaute mich um. Dort im Mondlicht neben dem sanft plätscherndem Brunnen, stand eine Frau. Es war die eine Frau, die gestern angereist war. Rita, eine Vampirin, älter als ich einer war. Eine ungeheure Anziehungskraft ging von ihr aus. Vorrigen Tag hatte ich große Schwierigkeiten meinen Blick von ihr zu wenden, als würde sie mich manipulieren. Ich musste ihr nach Vampirsitte Zuflucht gewähren und hatte ihr eines unserer Schlafzimmer angeboten. Nun stand sie hier in einem fließendem Gewand aus weißer Seide, dass keine Möglichkeit für Fantasy zu ließ. Ihre Siluhetten zeichneten sich deutlich ab und eine fleischliche Begierde entflammte in meinem Körper. Ohne zu wissen, wie ich dorthin kam, kniete ich vor ihr und schaute zu ihr hoch. Sie lächelte mir zu. Aufmunternd und wissend. Mir war tief im Innern bewusst was ich da tat und dass ich meiner geliebten Clara unrecht tat. Auch wurde mir bewusst, was das verhalten erst vor wenigen Sekunden von Claras Seite aus bedeutet hatte. Doch eine höhere Kraft benebelte mein Bewusstsein, nichts war mehr wichtig, außer in Ritas Nähe zu sein und sie zu berühren. Es kam kein Wort aus ihrem Mund und trotzdem hörte ich, was sie wollte. Der Stoff war so dünn, ich konnte ihre Intimen Stellen genau erkennen, auf deren Höhe ich mich befand. Ich konnte die Lust riechen. Ich genoss ihre Berührung.
Ihre Hände in meinen Haaren, die mich nun leicht an sich drückten. Durch den Stoff hindurch spürte ich die warme Haut. Zwischen ihren Beinen. Ich öffnete leicht den Mund und begann sie mit meiner Zunge zu liebkosen. Die Seide störte keineswegs. Ich bewegte mich wie im Rausch. Umklammere ihren Hintern und lauschte ihrem Stöhnen. Bis Rita zum Höhepunkt kam und ihren Knie nachgaben. Ich löste meine Zunge, fing sie sanft auf und schaute verwirrt in ihr wunderschön blasses gesicht. Sie lächelte zufrieden und dann war sie weg. Und ich blieb beschämt und verwirrt zurück.
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